Spirale Gedankenzauber

Der kleine Zirkus-Elefant

In einem Wanderzirkus kommt ein Elefantenbaby zur Welt. Niemand im Zirkus hat Zeit, sich ständig um das junge Tier zu kümmern und aufzupassen, dass es nicht davonläuft. Deshalb rammt der Wärter einen Pflock in die Erde, bindet ein Seil daran fest und befestigt das andere Ende des Seils am Hinterbein des Elefanten. Auf diese Weise gibt er dem kleinen Elefanten einen gewissen Bewegungsfreiraum und verhindert gleichzeitig, dass er wegläuft.

Der kleine Elefant beginnt nun, sein Terrain zu sondieren und erobert die Welt, indem er so weit in alle Himmelsrichtungen läuft, wie es das Seil an seinem Hinterbein zulässt. Auf diese Art und Weise entsteht mit der Zeit ein durch die Länge des Seils vorgegebener Kreis, der die Lebens- und Erfahrungswelt des Elefantenkindes darstellt.

Nach einer Weile hat der kleine Elefant alles entdeckt, was es innerhalb dieses Kreises zu entdecken gibt. Er hat außerdem die Erfahrung gemacht, dass es ihm in seinem Kreis gut geht und dass jeder Versuch, den Kreis zu verlassen, schmerzhaft ist, denn dann zerrt das Seil an seinem Hinterbein. Der kleine Elefant beschränkt sich also auf "sein Reich", in dem er sich gut auskennt, in dem es ihm an nichts zu fehlen scheint und dessen Grenze durch die festgetretene Kreislinie gut gekennzeichnet ist.

Nun geht Zeit ins Land und der kleine Elefant wird groß und kräftig. Er könnte nun den Flock mühelos aus der Erde reißen, doch in der Zwischenzeit ist etwas geschehen, das verhindert, dass er es überhaupt versucht: Als Elefantenkind hat er "gelernt". Er hat gelernt, dass es sinnlos ist, an seinem Seil zu ziehen, weil er sowieso nicht weiter wegkommt. Und er hat außerdem gelernt, dass es wehtut, wenn er versucht, "seinen" Kreis zu verlassen. Er hat kein Interesse mehr, das zu überprüfen, denn das hat er schon oft genug getan und meint nun, die Folgen zu kennen. Diese Überzeugung scheint ihm wie ein Naturgesetz. Er richtet sich in seiner gewohnten "Komfortzone" behaglich ein, und die Welt "da draußen" scheint für ihn nicht erreichbar zu sein - ja, sie scheint nicht einmal mehr zu existieren.

 

 

Oben erwähnte Geschichte von Michael Fromm verdeutlicht sehr anschaulich, was geschieht, wenn wir nicht nur nach alten Überzeugungen leben, sondern vor allem aufhören, diese von Zeit zu Zeit zu hinterfragen und ggf. durch eine bessere, lebensbejahende innere Einstellung zu ersetzen, die uns unser ganzes Potential leben lässt. Denn dieses nicht zu tun, kommt dem Vergleich nahe, ständig mit angezogener Handbremse zu fahren.

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